Ich mag keine Subventionen. Ich mag sie nicht, weil der Staat oder die EU unser Geld aus der rechten Tasche zieht, um es - nach Abzug für das Salär für diverse Bürohengste - uns wieder in die linke Tasche steckt. Wenn es um Forschungsinvestitionen geht, dann entscheidet bei uns zudem irgendein Bürohengst in Berlin, ob sich die Forschung wirklich lohnen könnte! Als ob ich das nicht als Unternehmer selber wüsste und dafür nicht das Risiko aufnehmen würde. Ich benötige aber dennoch als Gesellschafter eines KMU diese Subventionen, weil der soziale Leviathan, genannt Staat, uns das eben verdiente Geld aus der Tasche zieht. Würde er uns das Geld lassen, weniger Steuern und Abgaben einnehmen - dann wären Subventionen völlig überflüssig.
Ich mag keine Subventionen.
Und noch weniger mag ich EU-Subventionen, da die Regeln dafür grauenhaft lebensfern sind - und die EU-Bürokraten nach Strich und Faden verarscht werden. Beispiel.
Ein Unternehmen aus einem unserer östlichen Nachbarländern benötigte einen Tubenfüller. Natürlich gefördert von der EU. Die schreibt vor, den günstigsten Lieferanten zu nehmen. Nun waren wir mit unserer Maschine günstiger als andere, wir waren die Günstigsten. Das brachte bestimmte Leute im Unternehmen wohl in Nöte... Wegen mutmaßlich gewisser "Vereinbarungen" mit dem Hersteller des Tubenfüllers?
Schto da? Was tun?
Man macht passend, was passend gemacht werden muss. Also schreibt man in die Anforderungen für den Tubenfüller die hinrissigsten Eigenschaften hinein. Zum Beispiel: Füllmaschine und Füllnadel müssen mit einem Schlauch verbunden sein. Jeder halbwegs erfahrene Ingenieur schüttelt ob dieser Forderung den Kopf, denn das bedeutet mehr Verschleiß und mehr Reinigungsarbeit. Aber der betreffende Tubenfüllmaschinenlieferant macht das eben so, also rein in die Anforderung!
Und so schließt man alle anderen Hersteller aus und bekommt den Lieferanten, den man ... nun, "wünscht". Und alle sind glücklich, auch der EU-Bürokrat. Denn der "bekommt" die billigste Anlage, da die anderen Angebote gewisse, "höchst anspruchsvolle" Forderungen nicht erfüllen. Die Ahnungslosigkeit des Bürokraten hat ihre Mission erfüllt, "Mission accomplished" oder treffender:
Missione compiuta ;).
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