Manchmal ist es aber so, dass wir unsere Verpackungsmaschinen mit Blattgold belegen könnten und die wären immer noch günstiger als die Entscheidung für die “billigste” Maschine.
So geschehen in Russland, Stand nach 2 Jahren:
Ein großer und renommierter Hersteller von Kosmetikprodukten in Russland benötigte Tiegelfüllmaschinen für eine Kosmetiklinie.
Bei uns frage man zuerst einen Automaten für 80 Stück/min. an. Die aktuellen Produktionszahlen lagen bei rund 700.000 Tiegel im Monat. Als Mitbewerber war uns nur ein weiterer (:)) renommierter Maschinenbauer in Süddeutschland bekannt, der seine Linie für ca. 500.000 EURO anbot. Aufgrund der Produktionszahlen unterbreiteten wir ein Angebot über eine zweibahnige Tiegelfüllmaschine AL 91-2 Ti und der Kunde überlegte zunächst lange, ob man die Tiegel versiegeln will oder Einlegescheiben weiter verwenden möchte. Es wurden sehr viele detaillierte Fragen zu allen Operationen gestellt und sich sehr intensiv mit unserer Lösung beschäftigt. Man wollte dabei verschiedene Optionen zu automtatischen Dosen- und Deckelzuführung. Es wurden daraufhin von uns Sortiertöpfe, optional Zentrifugen und Drehteller angeboten und es kam die Info, dass wir der Favorit bei diesem Projekt sind. Der Interessent wollte eine Referenz sehen und wir konnten mehrere Referenzen vorweisen (Man war sehr angetan, dass das renommierte Unternehmen Dr. Theiss Naturwaren unsere Maschinen einsetzt). Anschließend wollte man dann doch lieber 2 einbahnige AL 31 Ti, da man viele Formate hatte und mit 2 Maschinen man größere Mengen herstellen könnte. Unser Handelsvertreter hat den Interessenten auch mehrfach besucht und wir waren noch immer der eindeutige Favorit. Die Endverhandlung begannen und wurden abgeschlossen.
Und nun erschien ein Billig-Anbieter aus Tschechien (www.*****.cz) auf der Bühne. Der “Mitbewerber” bot 3 Maschinen für gleichen Preis von unseren zwei Maschinen an, konnte allerdings nur ein Video und überhaupt keine gute Referenzen zeigen. Billig, billiger, am billigsten. Man bat uns nun, unsere Maschine mit tschechischen zu vergleichen, wo unsere Vorteile und deren Nachteile liegen. Das wurde gemacht und an Kunden gesendet (die tschechische Maschine war eine Designkatastrophe ohnegleichen). Eine Woche später hat man uns mitgeteilt, dass man sich für ***** entschieden hat (das Unernehmen war 2-3 Wochen am Projekt beteiligt, wir waren ca. 6 Monate ).
Und nun erschien ein Billig-Anbieter aus Tschechien (www.*****.cz) auf der Bühne. Der “Mitbewerber” bot 3 Maschinen für gleichen Preis von unseren zwei Maschinen an, konnte allerdings nur ein Video und überhaupt keine gute Referenzen zeigen. Billig, billiger, am billigsten. Man bat uns nun, unsere Maschine mit tschechischen zu vergleichen, wo unsere Vorteile und deren Nachteile liegen. Das wurde gemacht und an Kunden gesendet (die tschechische Maschine war eine Designkatastrophe ohnegleichen). Eine Woche später hat man uns mitgeteilt, dass man sich für ***** entschieden hat (das Unernehmen war 2-3 Wochen am Projekt beteiligt, wir waren ca. 6 Monate ).
So weit, so schlecht. Und nun die Quintessenz:
6 Monate später besuchten uns Vertreter des russischen Unternehmen auf der Messe in Moskau, auf der wir Tiegelfüller (wie damals angeboten) ausgestellt hatten. Plötzlich war man wieder sehr interessiert, v.a. an unserem Servo-Verschrauber. Man würde gerne diesen in 3 vorhandene ***** Maschinen einbauen, da diese die Tiegel nicht sicher verschrauben können. Die Ausschußquote lag bei über 30% (!!). Natürlich lehnten wir das ab und schlugen stattdessen vor, einen Verschrauber als Maschine bei uns zu kaufen. Man war interessiert, wollte aber zuerst alle 3 Maschinen an ***** retournieren.
1 Monat darauf teilte hat man uns mit, dass von 4 Tiegelformaten und 3 Maschinen jetzt eine Maschine ein Tiegelformat auf ANSCHLAG verschrauben kann (Wow, Klasse, gell?). Weitere 2 Maschinen werden nur als Abfüllmaschinen verwendet. Verschlossen wird von Hand (700.000 Tiegel je Monat !!!)
Und nun, 10 Monate später, kam die Info, dass man versucht mit eigenen Kräfte die 2. Maschine auf eine Flaschenfüllmaschine umzubauen.
Wir kalkulierten daraufhin die derzeitigen Zusatzkosten bei dem Hersteller nach (und vernachlässigten das von ihm eingebüßte Renomee - die Verschrauber arbeiten kontinuierlich und bei Anschlag schrubben die munter weiter, was der Verpackung sicher nicht gut tut). Wir kamen zu dem Schluss:
Wenn der Hersteller bei uns die Maschinen hätte mit Blattgold belegen lassen, dann hätten wir noch einen Taster mit Diamanten schmücken können: unsere Maschine wäre nicht teurer gekommen als diese tschechischen Billig-Katastrophen.
Billig ist nicht kostengünstig. Gerade das wissen erfolgreiche Unternehmen der Kosmetikbranche! Man sollte vorher kalkulieren und wir bieten gerne Einführungen in die Kosten- und Investitionsrechnung an.
TWR
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